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Gedenktafeln für Gefallene


Gedenktafeln für die Gefallenen
Am Sonntag, 9. Dezember 2001 wurden die neuen Gedenktafeln für die Gefallenen und Vermissten des 1. und 2. Weltkrieges eingeweiht. Vor zwei Jahren wurde von der Soldaten- und Reservistenkameradschaft vorgeschlagen, die Gefallenen und Vermissten des 2. Weltkrieges namentlich auf Gedenktafeln festzuhalten und diese Gedenktafeln an einem zentralen Ort anzubringen. Die Namen der Gefallenen des 1. Weltkrieges waren bereits 1923 auf dem Ehrenmal an der Kirche in Sandstein eingemeißelt worden. Das alte Denkmal ist durch Umwelteinflüsse aber bereits stark beschädigt und könnte nur durch eine aufwendige Generalsanierung gerettet werden. Es muss jetzt in einiger Zeit, bei fortschreitender Baufälligkeit, entfernt werden.

Der Marktgemeinderat hat deshalb nach vielen Beratungen, Gestaltungsvorschlägen und Ortsterminen beschlossen, die Namen der Gefallenen und Vermissten beider Weltkriege in Bronzetafeln eingießen zu lassen. Dank intensiver Archivarbeit durch 2. Bürgermeister Josef Laudenbacher, der von Mechthild Blum und Pfarrer Gliesche unterstützt wurde, konnte eine vollständige Namensliste erstellt werden. Geplant ist auch die Versetzung des Mahnmals vom neuen Friedhof (drei Steinskulpturen) auf den Sakristeivorplatz. Die Gedenkfeiern zum Volkstrauertag können dann wieder an der Kirche stattfinden - am historischen Versammlungs- und Gedenkort der Karbacher Bürgerinnen und Bürger.

Die Einweihung des Denkmals für die Gefallenen des 1. Weltkrieges am 4. November 1923 war noch unter dem Eindruck des Krieges mit viel nationalen Pathos durchgeführt werden. Es war ein Heldengedenktag. Tod und Leid wurden glorifiziert. Kinder trugen Heldengedichte vor.Auch am 9.12.2001 gestalteten Kinder der Volksschule Karbach diese Gedenkfeier mit. Aber sie verlasen nur die Namen der Gefallenen und stellten Kerzen zu ihrem Gedenken auf.

1. Bürgermeister Helmut Hart in seiner Ansprache: "Wenn wir heute unserer Kriegstoten aus Karbach gedenken, sind Heldentöne unangebracht, dafür war der Tod so vieler Menschen zu absurd. Wir wissen heute, dass es eine verführte Generation war, die einem verbrecherischen System gedient hat. Aber wir achten und ehren die große Tapferkeit und Opferbereitschaft, die unsere Soldaten in gutem Glauben an die Notwendigkeit ihres hohen Einsatzes als vaterländische Pflicht erbracht haben. ...... Wir wollen mit diesen Gedenktafeln das Leid der Kriege aus der Anonymität holen. Wir wollen deutlich machen, dass hinter den Zahlen über die Opfer der Kriege Menschen und Familien aus unserem Dorf stehen".



Pfarrer Albert Gliesche
Pfarrer Albert Gliesche sprach die Weihegebete und die Fürbitten.



Einweihung der Gedenktafeln
Der Gesangverein und die Kirchenmusik umrahmten die Feier mit Liedvorträgen und Chorälen. Fahnenabordnungen der Vereine sowie die Ehrenposten der freiwilligen Feuerwehr waren zur Ehrenwache angetreten.



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